kostenfrei

Di, 14. März 2017

Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München

Mars-Venus-Saal

Barocke Inszenierungen – gestern und heute

Geeignet für folgende Zertifizierungsmodule: A1, B4
Peter Candid, Allegorie der Falkenjagd, München, um 1613; © Bayerisches Nationalmuseum München

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Bayerischen Museumsakademie mit dem Bayerischen Nationalmuseum, der Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und dem Bayerischen Staatsballett.

Zielgruppe: Mitarbeiter/innen von Museen, Lehrkräfte, Studierende

Uhrzeit: 09.30 16.30 Uhr

Maximale Teilnehmerzahl: 50 Personen

Zur Veranstaltung:
Geraume Zeit wurde eine Sichtweise des Barocks tradiert, welche die Signaturen der Irrationalität, Überladenheit und Sinnenlust trug. Eine negative Konnotation des Barock, hergeleitet aus der Wortbedeutung des portugiesischen Adjektivs „barocco“ (unregelmäßig, schief), in theoretischen Grundlegungen oder Definitionen architektonischer Wörterbücher hält sich bis in das frühe 20. Jahrhundert als Kunsthistoriker wie Alois Riegl und Heinrich Wölfflin beginnen, Stilbegriffe aus der reinen Anschauung der Kunstwerke abzuleiten. Dieses Vorgehen bildet aber nur einen möglichen Ansatzpunkt der Betrachtung, der als linear oder biologistisch verstandene Stilentwicklung eine nachträgliche Konstruktion darstellt. Ähnliches findet sich auch hinsichtlich der Beschreibung und Zuordnung weiterer Epochen. Daraus resultierende Stilbegriffe können allerdings die Vielschichtigkeit des barocken Zeitfensters in seiner Gesamtheit nicht erfassen. 
Die Tagung "Barocke Inszenierungen  - gestern und heute" möchte die faszinierende Vielfältigkeit der Epoche zwischen 1600 und 1800 zum Ausgangspunkt nehmen und entwickelt in unterschiedlichen Themenvorträgen und Führungen ein Verständnis für die seit einiger Zeit deutliche Hinwendung von Kunst- und Kulturschaffenden zum Barock als komplex organisiertes und vielschichtiges Ideen- und Gestaltungsrepertoire. Im Rahmen der Tagung entsteht somit eine Darstellung der Epoche des Barock, in der Kunst, Kultur und Wissenschaft auf fruchtbare Weise ineinandergreifen.

Das detaillierte Programm finden Sie auf der rechten Seite.