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Passwort vergessen?Die christlichen Wurzeln des Antisemitismus und dessen Kulmination im Völkermord an den Jüdinnen und Juden Europas werfen nach wie vor einen unaufhebbaren Schatten auf Geschichte und Gegenwart der christlich-jüdischen Beziehungen. Dieser Schatten sollte jedoch nicht die Ambivalenz und Vielgestaltigkeit dieser Beziehungen verdecken: Sie waren in den vergangenen Jahrhunderten von Nähe und Distanz, von Austausch und Ausgrenzung, von Koexistenz und Verfolgung geprägt, wie es sich auch in der Geschichte der jüdischen Gemeinden in Franken zeigt.
Bei der Veranstaltung führt die Judaistin Susanne Talabardon zunächst mit einem Fachvortrag in die Thematik ein, anschließend widmet sich eine Podiumsdiskussion der Bedeutung des Themas in der Gegenwart. Am Nachmittag wird Schnaittach mit seinem bedeutenden kulturellen Erbe in Führungen als Lernort vorgestellt und Formen von praktischer Bildungsarbeit anhand von konkreten Objekten und authentischen Orten mit den Teilnehmenden diskutiert.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Museumsakademie, des Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, des Jüdischen Museums Franken und des Heimatmuseums Schnaittach.
Eine zusätzliche Anmeldung über FIBS ist in Kürze möglich. Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltung keine Reisekostenerstattung aus den Mitteln der staatlichen Lehrerfortbildung gezahlt werden kann.
Programm (Stand: 24.02.2026)
09.00 – 09.30: Registrierung und Begrüßungskaffee
09.30 – 10.00: Begrüßung
Frank Pitterlein, Erster Bürgermeister von Schnaittach
Daniela F. Eisenstein, Direktorin Jüdisches Museum Franken
Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung
N.N., Bayerische Museumsakademie
10.00 – 11.00 Vortrag | Christlich-jüdische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart
Prof. Dr. Susanne Talabardon, Universität Bamberg
11.00 – 12.00 Podiumsdiskussion | Christlich-jüdische Beziehungen heute
Mascha Schmerling, Zentralrat der Juden in Deutschland
Markus Sternecker, Netzwerk Schule und Museum in Bayern des Museumspädagogischen Zentrums
Dr. Axel Töllner, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Moderation: Christoph Huber, Referent beim Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung
12.00 – 13.00: Mittagsimbiss
13.00 – 14.30: Außenführungen (Teilnahme an beiden Führungen)
Führung 1 | Spuren jüdischer Geschichte lesen lernen: Die jüdischen Friedhöfe von Schnaittach
Birgit Kroder-Gumann, Kulturvermittlerin
Führung 2 | Das historische Schnaittach
Norbert Weber, Gemeindearchiv Schnaittach
14.30 – 15.00: Kaffeepause
15.00 – 16.30 Museumsführungen (Teilnahme an beiden Führungen)
Führung 3 | Jüdisches Leben auf dem Land – Geschichte und religiöser Alltag des fränkischen Landjudentums
Alisha Meininghaus, Jüdisches Museum Franken in Schnaittach
Führung 4 | Christliches Leben auf dem Land – Alltag, Frömmigkeit und Brauchtum
Dr. Nicole Brandmüller-Pfeil, Heimatmuseum Schnaittach
Veranstaltungsbild: Das Heimatmuseum Schnaittach und das Jüdisches Museum Franken in Schnaittach befinden sich in einem historischen Gebäudekomplex, © Archiv Markt Schnaittach


