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Passwort vergessen?Über Jahrhunderte lebte die jüdische Bevölkerung im mittelalterlichen Regensburg, bevor sie im Jahr 1519 von ihren christlichen Mitbürgern vertrieben wurde und ihre Synagoge zerstört wurde. Bei der Veranstaltung sollen Bedeutung und Alltag der ältesten jüdischen Gemeinde Bayerns vorgestellt und die Ambivalenz und Vielfalt ihrer Beziehungen zur christlichen Mehrheit der Bürgerschaft deutlich werden.
Nach einem einführenden Fachvortrag von der Historikerin Dr. Astrid Riedler-Pohlers stehen in zwei Durchgängen Aktivphasen auf dem Programm, bei denen auch gemeinsam mit den Teilnehmenden Möglichkeiten für praktische Bildungsarbeit in Museum und Schule erprobt und diskutiert werden sollen: Dr. Meyrav Levy beschäftigt sich anhand von konkreten Objekten mit dem Umgang mit archäologischen Funden aus der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Christoph Huber führt die Spuren jüdischen Leben im Mittelalter und auch des vormodernen Antisemitismus in Führungen in der Regensburger Altstadt vor Augen.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Museumsakademie und des Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe.
Eine zusätzliche Anmeldung über FIBS ist möglich: Lehrgang E224-0/26/435680. Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltung keine Reisekostenerstattung aus den Mitteln der staatlichen Lehrerfortbildung gezahlt werden kann.
Programm (Stand: 19.03.2026)
09.30 – 10.00: Registrierung und Begrüßungskaffee
10.00 – 10.15: Begrüßung
N.N., Historisches Museum Regensburg
Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung
Christine Rogler M.A., Bayerische Museumsakademie (Museumspädagogisches Zentrum)
10.15 – 11.15: Vortrag mit Diskussion: Die jüdische Gemeinde im mittelalterlichen Regensburg
Dr. Astrid Riedler-Pohlers
11.30 – 13.00: Vertiefungsphase | Teilnahme an einem der beiden Angebote:
Angebot 1 | Workshop: "Was ist daran jüdisch?" – Mittelalterliche Objekte mit jüdischem Bezug in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit neu kontextualisieren
Dr. des. Meyrav Levy, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Angebot 2 | Rundgang in der Regensburger Altstadt: Spuren des jüdischen Lebens und des vormodernen Antisemitismus
Christoph Huber, Referent für Bildung und Erinnerungsarbeit beim Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung
13.00 – 13.45: Mittagsimbiss
13.45 – 15.15: Wiederholung der Vertiefungsphase | Teilnahme an dem anderen der beiden Angebote (siehe oben)
15.15 – 15.30: Abschluss
Veranstaltungsbild: Zwei Grabsteine aus dem Historischen Museum Regensburg, © Museen der Stadt Regensburg, Foto: Andreas Boos.
