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Passwort vergessen?In Bayern leben und arbeiten Menschen mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Prägungen. Diese Vielfalt muss aktiv gestaltet werden. Religiöse Vorstellungen und Ressourcen sind dafür wichtige biographische Faktoren. Damit ein Miteinander gelingt, braucht es gegenseitiges Wissen und Begegnungen. Eine diversitätssensible Haltung gehört daher für alle, die Bildungsprozesse begleiten, zu einer Schlüsselqualifikation.
Besonders wenn es um die Themen Judentum, jüdische Traditionen und Identitäten geht, fehlt oft der Zugang und die Berührungsängste sind hoch. Vorgefertigte Bilder über "das" Judentum, Fokus auf den Antisemitismus, Verfolgungsgeschichte, NS- Vergangenheit und den Nahostkonflikt sind vorherrschende Tendenzen. Die Frage nach einer differenzierten, vielfältigen Vermittlung von Judentum und jüdischen Identitäten stellt sich für viele Personen – nicht nur in Bildungsinstitutionen.
Der Workshop führt ein in die religiöse und weltanschauliche Pluralität in Bayern. Über die Auseinandersetzung mit eigenen biographischen Erfahrungen werden religions- und diversitätssensible Zugänge erschlossen. Beispielhaft wird die Vermittlungsarbeit des Jüdischen Museums München in Bezug auf das Judentum vorgestellt. Wie wird mit den Erwartungen und Bildern von Besuchenden umgegangen? Wie kann eine religionssensible Vermittlung aussehen? Was bedeutet innerjüdische Pluralität? Welche Objekte werden am Museum ausgewählt und warum? Gemeinsam möchten wir einen Raum schaffen, der Vielfalt sichtbar macht, ohne in Stereotypen zu verfallen.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Museumsakademie und des Jüdischen Museums München.
Durchgeführt von:
Sapir von Abel, Kuratorin Kulturvermittlung, Jüdisches Museum München
Mirjam Elsel, Beauftragte für interreligiösen Dialog, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Veranstaltungsbild: © Bayerische Museumsakademie, Foto: Henrike Bäuerlein.
